Widerruf im B2B
Ich würde gerne mal eure sachliche Meinung zu einem Fall hören. Der Kauf erfolgte NICHT auf Etsy.
Kunde kauft einen Spiegel und bezahlt mit PayPal, bei der Adresse steht als Adresszusatz der Name des Kunden mit dem Zusatz UG.
Ich gehe also davon aus, daß es sich um einen gewerblichen Einkauf handelt.
Nach der Zustellung schreibt mir der Kunde er wolle den Kauf widerrufen, ich antworte, kein Widerruf im B2B.
Nein, das hätte die Autokorrektur so eingefügt, es gäbe keine UG mit diesem Namen und er wolle aber bla, bla, bla...
Sorry, da platzt mir echt die Hutschnur. Ich brauche ca. 20 Minuten um einen Spiegel einzupacken, meine Beschreibungen sind ausführlich in Wort und Bild. Es war auch keine Reklamation, der Gute hatte wohl aus Langeweile irgend etwas gekauft.
Wenn ich den Spiegel zurück nehmen würde, hätte ich einen Verlust von 10 € Porto für die Hinsendung und 20 Minuten Arbeitszeit.
Heute bekomme ich per Einwurfeinschreiben einen erneuten Widerruf von ihm mit der erneuten Versicherung er habe als Privatmann gekauft und eine UG dieses Namens gebe es nicht.
Und als ich heute zur Post fahre, hat er das Paket schon zurück geschickt. Natürlich hätte ich die Annahme verweigern können, aber dann wäre es wieder zu ihm zurück gegangen und er hätte es wieder an mich geschickt und so ein Ping-Pong Spiel tut einem Spiegel auch nicht gut.
Die Gesetzeslage sagt eindeutig, daß man unverlangt zugeschickte Pakete nicht bezahlen muss und behalten kann.
Und ich sehe mich auch nicht verpflichtet bei Kunden die eine Geschäftsadresse angeben, zu überprüfen ob an dieser Adresse eine Firma dieses Namens überhaupt existiert.
Das mache ich wenn ich ein Geschäftname nicht dem Käufernamen entspricht weil Leute sich ja auch Sachen an den Arbeitsplatz schicken lassen.
Und natürlich nehme ich auch Sachen zurück wenn ein Geschäftsinhaber etwas an die Firma schicken lässt und seine Privatadresse als Rechnungsadresse angibt.
Ich bin gerade wirklich verärgert über seine Methode des Fakten schaffens und eigentlich bereit es auf einen Rechtsstreit ankommen zu lassen.
Wie seht ihr das?