Fed Ex Zollabfertigung
Hallo zusammen,
wer kennt sich mit dem FedEx Import Tool aus?
Ich habe einen Artikel im Wert von EUR 149,99 inkl. einer Steuer von 19% bei einem Händler aus Argentinien gekauft und wurde nun von FedEx per Mail aufgefordert, die Zustimmung zur Zollabfertigung zu erteilen und Zolldokumente oder -informationen hochzuladen. Welche Dokumente sind damit gemeint? Vielleicht der Bestellbeleg?
Den Bestellbeleg kann ich offenbar nur drucken, aber nicht herunterladen.
Ich bin da vielleicht etwas blauäugig gewesen. Was kann da an Kosten auf mich zukommen (hatte geglaubt, das seien nur 3 EUR bei Waren unter 150 EUR, aber scheinbar kommen da noch 12 EUR Servicepauschale von FedEx drauf?), und wie handhabt ihr das mit dem Dokument? Sorry für die blöden Fragen, bin aber das erste mal mit so etwas konfrontiert und für jeden Rat dankbar.
Lg Ntouka
FeltedUnique
·1 month agoMit FedEx habe ich keine persönlichen Erfahrungen gemacht.
Ich dachte , die de Minimis Grenze von 150 € gibt es nicht mehr🤔
3€ pro Warengruppe, jep so heißt es.
Servicepauschale kenne ich nur von DHL . Wie viel FedEx berechnet weiß ich nicht.
Außerdem meine ich, daß die Versandkosten in den Warenwert miteinberechnet werden...also Achtung , 149 € Warenwert PLUS Versandkosten ( Diese Erfahrung habe ich zumindest in der Vergangenheit gemacht, immer wenn ich Einfuhrgebühren bei Lieferung an DHL Boten zahlen musste)
Die Zollrelevanten Dokumente sollten außen am Paket durch den Versender angebracht sein und eigentlich NICHT von dir eingefordert werden zu erbringen.
Und last but not least:
VORSICHT:
Ich selber bin schon auf eine ähnliche Nummer reingefallen. Ich bekam eine SMS angeblich von DHL, wo ich aufgefordert wurde die Zollgebühren vorab zu überweisen , sonst würde ich das Paket nicht zugestellt bekommen.
Da ich regelmäßig in den USA meine Wolle bestelle, zur damaligen Zeit auch immer Einfuhrgebühren zahlen musste bei Zustellung, war das erstmal nicht verdächtig.
Also hab ich bezahlt! Großer Fehler!!!!
Erst danach fiel mir auf: es gab keine angegebene Sendungsnummer, die ich hätte überprüfen können. Und: DHL hat mir niemals zuvor SMS geschrieben. Und vorab auf diesm Weg Einfuhrgebühren zahlen musste ich auch nicht.... ALLES Punkte, die mich hätten hellhörig werden lassen müssen.
Ich habe seeehr teures Lehrgeld bezahlt, fast 500 Euro wurde abgebucht und ich habe es nicht wieder bekommen!!
Das waren Betrüger.
DDP oder nicht... Ich bin auch irritiert, 19% USt sind wohl nicht gleichzusetzen mit den Einfuhrgebühren oder Zollgebühren.
Kurz zusammengefasst: sei bitte vorsichtig! Kommt die Mail wirklich von FedEx? Ich rate dringend davon ab, auf diesem Weg irgendwelche Gelder zu transferieren. Und Dokumente muss m.M.n. Der Versender erbringen , sollten am Paket angebracht sein.
Wenn du wirklich etwas an FedEx hochladen/ schicken willst und du bist dir sicher, dann mach ein Foto vom Bestellbeleg. Das kann man dann als Anhang mailen. Was anderes hast du ja nicht.
Aber bitte pass auf...bei mir gehen die Alarmglocken an bei deiner Schilderung 🤯
MadewithlovebyNtouka
OP1 month ago@FeltedUnique Die Mail ist echt, denn die angegebene Sendungsnummer ist korrekt. Ich finde den Vorgang auch, wenn ich direkt über die FedEx Seite unter Angabe meiner Sendungsnummer einsteige.
Es geht hier auch erst mal nicht um Bezahlung, sondern um die Auftragserteilung zur Zollabfertigung. Das hätte aber meines Erachtens dann der Verkäufer erledigen müssen und nicht der Kunde...
Ich werde das wie von dir vorgeschlagen mit dem Bestellbeleg machen. Da steht eigentlich alles drauf und sollte bestätigen, was der Verkäufer evtl. auch schon außen auf dem Paket angebracht hat.
Danke euch beiden für eure Antworten :-)
FeltedUnique
·1 month agoIch finde den Vorgang dennoch ehrlich gesagt etwas seltsam. Warum solltest du als Empfänger die Zollabfertigung beauftragen ??
Geht nicht jede Sendung aus dem nicht EU Ausland über die Zollabfertigung? Automatisch. Die Zollbeamten , oder die Röntgenscanner entscheiden, welches Paket geöffnet, geprüft wird... natürlich werden das nicht alle. Aber Zollgebühren bzw Einfuhrgebühren werden eigentlich so gut wie immer fällig, berechnet anhand der Zollinhaltserklärung, die außen drauf kleben sollte.
Wenn die nicht außen drauf ist, kann das auch deswegen geöffnet werden und innen nach der beiliegenden Rechnung gesucht werden ( so meine Sicht der Dinge) .
Und wie gesagt: wenn überhaupt, dann sollten die vielleicht fehlenden Nachweise vom Versender erbracht werden und nicht vom Empfänger.
Vielleicht ist der Absender nicht klar ersichtlich und deswegen wurdest du kontaktiert 🤔
Aber vielleicht bin ich auch zu skeptisch.. gebranntes Kind eben 🤷♀️
Ich drücke dir die Daumen daß der Vorgang korrekt ist 👍🍀
XieXieXie
·1 month agoLade deine Rechnung hoch. Du must auch unterschreiben das Fedex für dich in deinem Namen die Verzollung macht. Dazu noch deine EORI Nummer.
MadewithlovebyNtouka
OP1 week agoHallo @XieXieXie sehe deine Antwort leider erst jetzt. Ich musste erst mal googeln, was denn eine "EORI Nummer" ist, denn so etwas habe ich gar nicht. Herausgefunden habe ich: "Privatpersonen, die weniger als 10 Zollanmeldungen pro Jahr abgeben (sofern keine Genehmigungspflicht besteht), benötigen keine EORI-Nummer."
Darunter falle ich dann sicherlich auch, denn ich habe ja als Privatperson etwas gekauft.
Wie dem auch sei, inzwischen ist der Prozess abgeschlossen. Bezahlen musste ich die 3 EUR, außerdem Einfuhrumsatzsteuer und eine Servicepauschale von FedEx, alles zusammen ca. 14 EUR. Ich habe den Händler darauf aufmerksam gemacht, dass er vielleicht in seiner Artikelbeschreibungen darauf aufmerksam machen sollte, dass er über FedEx ins Ausland verschickt und von diesen eine solche Servicepauschale erhoben wird. Bisher wusste der Händler davon angeblich gar nichts.
bellecoseschmuck
·1 month ago@MadewithlovebyNtouka -tut mir leid, ich habe damit noch nie was zu tun gehabt, aber das müsste Dir doch der Verkäufer beantworten können? Und eigentlich müsste es bei der Bestellung sichtbar sein welche Gebühren noch dazukommen?
BuntMixxDesign
·1 month agoVor ein paar Jahren mußte ich auch mal an FedEx für die Zollabfertigung zahlen, weil ich wohl bei der Bestellung in Drittland übersehen hatte, irgendein Häkchen zu entfernen. Soweit ich mich erinnere waren das auch 12€.
ACHTUNG: das ist NUR die Zollabfertigung, nicht die evtl. anfallenden Zollgebühren! Und das ist wieder was anderes, als die Einfuhrumsatzsteuer.
Genaue Beträge kann ich dir nicht sagen, aber die Zollgebühren sind i.d.R. niedriger als die Einfuhrumsatzsteuer.